
Kronen Zeitung
SCHLUSSLICHT ZU GAST
Nach Sturm-Sensation will Altach in Liga nachlegen
Kein Wunder, dass man in Altach im Vorfeld der heutigen Bundesliga-Partie gegen den Tabellenletzten BW Linz gerne vom ÖFB-Cupspiel gegen Sturm Graz (3:1) spricht. Allen ist klar, dass die Leistung vom letzten Sonntag die Grundlage für weitere Erfolg ist.
„Allerdings wird es dieses Mal ein ganz anderes Spiel werden. Die Linzer werden sich hinten hineinstellen. Um dann mit langen Bällen zu versuchen, unsere Abwehr in Schwierigkeiten zu bringen“, sagt Trainer Ognjen Zaric vor seinem Bundesligadebüt. „Darauf müssen wir mit kompaktem Defensivspiel reagieren. Zudem gilt es für uns, Lösungen zu finden, um in der Offensive die Linzer überraschen zu können.“ So wie man das zuletzt gegen Sturm Graz gemacht hat.
Hrstic oder Fetahu für Massombo
Altach fehlt ein ganz wichtiger Spieler aus dem Sturm-Spiel: Yann Massombo ist nach seiner gelbroten Karte in Ried gesperrt. Sein Ersatz? „Gebe ich natürlich nicht bekannt“, sagt Zaric. Viele Optionen gibt es in der Offensive aber nicht. Nach der Knöchelverletzung von Marlon Mustapha – er fällt mehrere Wochen aus – kommen nur die Angreifer Srdjan Hrstic oder Anteo Fetahu in Frage.
Für Zaric gibt es wenig Grund, sein Team umzubauen. Allerdings muss der Gegner auf der Hut sein. Wenn Zaric wie schon gegen Sturm Graz die eine oder andere Überraschung einbauen will, könnte sich doch etwas verändern.
Greil in Torlaune
Egal, wie der Coach aufstellt, ein fixer Faktor ist auf jeden Fall Topscorer Patrick Greil. Dem Zaric im Spiel gegen Sturm Graz Freiheiten einräumte. Die der 29-Jährige mit zwei Toren dankte. Greil schoss damit in jeder Partie seit der Winterpause zumindest einen Treffer. Und heute? „Ich werde alles versuchen, Tore zu machen, versprechen kann ich aber natürlich nichts“, sagt der Salzburger. Ihm ist aber klar, dass seine Tore in Altach unverzichtbar geworden sind.
Den letzten Sieg im ersten Bundesliga-Frühjahrsspiel feierte Altach im Februar 2015 mit einem 2:0 gegen Admira. Nur ein einziges Mal – im Februar 2024 – traten die Vorarlberger vor der ersten Frühjahrsrunde im ÖFB-Cup-Viertelfinale an, zogen damals allerdings gegen Zweitligisten Leoben mit 1:2 den Kürzeren. Der erste Frühjahrsgegner in der Liga war damals – wie heute – BW Linz, es reichte nur zu einem 1:1. Überhaupt ist die Heimbilanz gegen die LInzer höchst dürftig. In den drei Duellen im Schnabelholz reichte es bislang nur zu zwei Unentschieden, eine Partie ging verloren. In den insgesamt sieben Duellen mit den Linzern gab es nur einen einzigen vollen Erfolg.
Zum fünften Mal steht in Altach beim Start ins Liga-Frühjahr ein neuer Trainer an der Seitenlinie. 2008 löste Heinz Fuchsbichler Manfred Bender ab, 2009 ersetzte Georg Zellhofer den Schweizer Urs Schönenberger. 2017 kam Martin Scherb als Nachfolger von Interimstrainer Werner Grabherr ins Ländle. 2022 übernahm der bei Basel vor Kurzem entlassene Ludovic Magnin die Mannschaft von Damir Canadi. Und jetzt ist Ognjen Zaric der neue Coach anstelle des zu Sturm Graz abgewanderten Fabio Ingolitsch. Zaric hat seinen Vorgängern nach dem 3:1 im Cup gegen Sturm etwas Wichtiges voraus. Er ist der Erste, der in der Winterpause übernommen und auch gleich das erste Spiel gewonnen hat.
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Bild: APA/DIETMAR STIPLOVSEK

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